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Es war einmal... ...diese Seite ist leider überholt...
...man schrieb das Jahr 1967. Das Wetter war rauh und es war bitterkalt.
In dieser wilden Zeit erblickte im tiefsten Osten der Republik im Februar ein kleines schelmisches Bübchen das Licht der Welt. In hoffnungsvoller Voraussicht wurde es mit dem Namen Andreas – "Der Männliche" - versehen.
Während unser kleiner aufsässiger Bengel die folgenden zwei Jahre seine Familie bereits ordentlich quälte, schwenken wir den Blick etwa 300 km nach Westen. Im Januar 1969 kam dort bei Schnee und Sonnenschein die kleine Inka zur Welt.
Ohne voneinander zu wissen verlebten beide ihre zum Teil recht turbulenten Kindertage. Sollten sie jemals zueinander finden?
Andreas wurde schon früh von Vaddern auf dessen Mopped gesetzt und hatte sich sofort mit dem Motorradvirus infiziert. Es folgten im Laufe der Jahre viele
Knochenbrüche und blanke Nerven bei der Sippe. Doch unserem kleinen Zappelphilipp saßen die Hummeln im Hintern. Zum jungen Manne herangereift hielt er dem Ruf der weiten weiten Welt nicht länger Stand. Auf vielen größeren und kleineren Umwegen vornehmlich durch den mitteldeutschen Raum blieb unser Andreas dann im "schönen" Offenbach bei
Frankfurt am Main hängen und beschloß: "Hier bleib‘ ich erstmal.".
Sein athletischer Körperbau brachte ihm sofort seinen Spitznamen ein.
Speiche war geboren.
Er traf sich mit seinen Motorradkumpels, fuhr hunderte Kilometer von einem Motorradtreffen zum nächsten oder zu der Verwandtschaft in der alten Heimat. Über den weiteren Blödsinn, den er sonst so verzapfte, kann man nur spekulieren.
Nur soviel: Seine Aktivitäten sind zum Teil zeitgenössisch dokumentiert worden. Dann, eines Tages, an einem trüben Winterabend im Jahre 1997, dachte Andreas so bei sich: "Ein Weib muß her!". So gab er zum Zeitvertreib in das dortige Anzeigenblatt eine
Kontaktanzeige auf. Wochen vergingen und es trudelten einige eher weniger interessante Zuschriften ein, blieben also unbeantwortet.Aber es gab ja auch wichtigeres zu tun wie z.B. am Mopped Herumbasteln oder mit Kumpels extrem tiefsinnige Themen stundenlang von
Seiten zu betrachten. Und wie erging es unserer kleinen Inka in der Zwischenzeit? Inka für ihren Teil war ein liebes braves Mädchen (....was sonst?!) und entdeckte schon früh, daß sie wohl ein latentes Fernweh-Gen geerbt hatte. Willig ließ sie sich zunächst von ihren Eltern in die Ferne verschleppen, später erkundete sie auch auf eigene Faust
die Welt und zeigte den "Amis" wie man Königsberger Klopse macht. Dennoch kehrte sie immer wieder gerne in ihre Heimat zurück, wenn auch ihre besondere Liebe dort dem Norden Deutschlands gehörte. Unaufhörlich träumte Inka davon: eines Tages werde ich in Hamburg sein.... oder in Italien? oder in Griechenland? oder in Australien? Wer weiß.
Nachdem Inka ihre Vorliebe für die sachliche und logische Betrachtungsweise in den Tiefen der Mathematik auslebte, schlug das Schicksal erbarmungslos zu: sie landete 1996 im tiefsten Süden Deutschlands – im Hesseland!

Nach Erlernen der neuen Sprache und den dortigen Gepflogenheiten versuchte sie, sich in Frankfurt im trockenem Büroalltag und der neuen Umgebung Offenbach-Bürgel – so gut es ging – zurechtzufinden:
" Die spinnen die Hessen...". .
Die Telekom war begeistert!
Inkas "Froindin" Karen, im Norden zurückgeblieben, mußte in dieser Zeit viele aufmunternde Worte aussprechen und Blasen an den Ohren ertragen. Doch nach dem ersten Schock und häufigem Pendeln zwischen Frankfurt und Hannover stellte Inka erstaunt fest:
Ei, so arg deppart sind die hier gar net druff!
Dann, eines Tages, im tristen Winter 1997, überlegte sich Inka, das Auto kann weg.
Wenn man hier schon nicht segeln kann, dann muß wenigstens ein Motorrad her. Also kaufte sie sich ein dortiges Anzeigenblatt, um den Zeitwert ihres Autos zu ermitteln. Da es Winter war, verwarf sie aber zunächst diesen Gedanken. Bevor das Blatt endgültig im Altpapier landete, stöberte Inka zum Spaß in dem Kontaktanzeigenteil herum. Und siehe da! Was erblickte sie?! Eine Anzeige,
die sie derart ansprechend fand, daß sie bei sich dachte: die Zeitung ist zwar mittlerweile zwei Monate alt, aber da MußT du drauf antworten. Und wenn es nur darum ging, bestätigt zu sehen, daß Männer sowieso nicht zu etwas Sinnvollem zu gebrauchen sind.
Am Anrufbeantworter meldete sich ein etwas verwirrter Andreas, Inka solle ihn einmal zurückrufen. Inka – einmal wieder auf einem Hannover -Trip – wählte kurz entschlossen die genannte Handy-Nummer. Nach ihrem Sätzlein: "Hallo, hier ist Inka..." – weiter kam sie an dieser Stelle nicht -
kam aus der Leitung "Leck‘ mich doch am A...!" und es wurde aufgelegt. Etwas verdutzt und vollkommen sauer rief sie wütend sofort noch einmal an und verhalf ihren Eltern an diesem Abend zu einer ziemlich hohen Telefonrechnung – sie waren zum Glück im Urlaub...
Am 3. Februar 1998 war es dann soweit. Unser Andreas und unsere Inka trafen sich mit gemischten Gefühlen im Avantgarde – eine unbedeutende kleine Spelunke in Offenbach-Bieber.
Übrigens waren sie die einzigen Gäste, so daß es nach dem Eintreten kein Entrinnen mehr gab. Beide waren sehr voneinander überrascht. Nach kurzer Zeit verließen sie die Kneipe. Nähere Details über den weiteren Verlauf
des Abends sind leider nicht überliefert.
Zwei Wochen später wurde Inka dann zum erstenmal wieder offiziell bei sich in Bürgel gesichtet. Eine weitere Woche später zog Andreas mit Sack und Pack bei Inka ein, was zu einer gewissen Ungläubigkeit im näheren Bekanntenkreis führte. Zwei Monate später beschlossen sie, erst einmal nicht mehr auseinander zu gehen und vergrößerten die Lebensgemeinschaft um zwei Kater: Tiger und Joey.
Andreas erweckte bei Inka erneut die schon jahrelang vorhandene Motorradinfektion.
Nun gab es kein Halten mehr.....
Bei einem Kurzurlaub zu viert an der wunderschönen Nordsee kaufte sich Inka kurzerhand ihr erstes Motorrad.
Im Easy, dem Treffpunkt in Frankfurt-Sachsenhausen, wurde "die Neue von Speiche" mit offenen Armen aufgenommen und auch als Inka
schnell akzeptiert. Dort erlernte sie viele interessante Worte und Bräuche. Viele weitere schöne Wochenenden im und um das einst so "verhaßte" Frankfurt sollten folgen. Da Andreas ein ausgesprochener Frostköttel ist und wasserscheu obendrein, gelang es Inka umgekehrt leider nur sehr selten, ihn zu Unternehmungen am und im Wasser zu bewegen. Naja, was nicht ist, kann ja noch werden. Gegen Ende des Jahres erwachte bei Inka dennoch erneut die Sehnsucht nach der Waaterkant und sie bewarb sich in Hamburg. Sylvester beschlossen Inka und Andreas:
"Einmal Inka und Andreas, immer Inka und Andreas"
und am 30. Juli wird geheiratet.
Im Januar folgte Inka – zunächst alleine – dem Ruf Hamburgs, im März kam der Rest der "Familie" nach. Beide – Inka und Andreas – vermißten die liebgewonnenen Menschen aus Frankfurt und Umgebung. Aber, wer Hamburg nicht kennt, der hat noch nicht gelebt. Zwar hieß es wieder einmal sich in eine recht neue und unbekannte Umgebung einzuleben,
aber..... Inka war ihrer heiß und innig geliebten Freundin Karen aus Hannover wieder näher gerückt!

Dennoch kann man, wenn man die Geschichte soweit betrachtet, schon jetzt vorausahnen, daß Hamburg sicherlich nicht die letzte Station der beiden sein wird.

Wie die Geschichte zuende geht – wer kann das schon wissen
....................................oder....................................

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